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Die Wandelbare - Rezensionen


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„Die Wandelbare“ ist ein mythisches Abenteuer, das tief in die Geheimnisse der alten Echsen eindringt – und so ist auch der Soundtrack einerseits dominiert von mythisch anmutenden Klängen, die den Zuhörer zurück in alte Zeiten versetzen und gewaltige Ruinenstädte mit Pyramiden vor seinem geistigen Auge auferstehen lassen.
Andererseits ist die Musik geprägt von einem stark spanischen Einschlag, spielt das Abenteuer doch in Almada, dem Land der Rösser und Reben. So ertönen vor allem bei den Tracks 1 und 3 die Klänge von Kastagnetten und spanischen Gitarren und sorgen damit für unnachahmliches almadanisches Flair.

Für spezielle Aspekte des Abenteuers wurden eigene Themen komponiert, die immer wieder in die einzelnen Stücke einfließen, wie zum Beispiel das Almada- oder das Hesinde-/Draconiter-Thema. Auf diese Weise wird auch gewährleistet, dass die einzelnen Stücke nicht nur für dieses Abenteuer verwendbar sind. Vielmehr kann man als Meister für seine Gruppe den Wiedererkennungswert enorm steigern, wenn man beispielsweise Track 3 jedesmal anspielt, wenn die Gruppe sich Punin nähert bzw. in der almadanischen Metropole aufhält.

Es gibt zwei Arten von Tracks in diesem Soundtrack: Loops und Ereignismusik. Erstere sind so konzipiert, dass sie in Wiederholungsschleife abgespielt werden können und sich somit auch für längere Spielszenen eignen. Ereignismusik dagegen ist dazu geschaffen, bestimmte Szenen pointiert zu untermalen. Sie sind eng mit den Texten des Abenteuers abgestimmt, sodass sie gut zur Untermalung des Vorlesens der Abschnitte geeignet sind. In einer speziellen Anleitung, die ebenfalls auf der Homepage der DSA-Soundtracks heruntergeladen werden kann, wird noch eine Reihe nützlicher Tipps zum Optimieren dieser Technik gegeben. Zitat: „Wenn Sie es gut machen, treffen das Wort „almadanisch“ und die Melodie des Almada-Themas aufeinander.“ Alleine dieses Beispiel zeigt schon, mit wie viel Herzblut und Liebe zum Spiel dieser Soundtrack erstellt wurde.

Auch über die musikalische Qualität der einzelnen Stücke lässt sich nichts Negatives sagen. Sie erfüllen die Anforderungen, die man an Hintergrundmusik stellt, und besitzen dennoch alle ihren eigenen Charakter. Auch die praktische Umsetzung ist gelungen, fast möchte man meinen, dass man es hier mit einem hollywoodreifen Soundtrack zu tun hat.

Der Soundtrack zu „Die Wandelbare“ kann auf ganzer Linie überzeugen. Obwohl er erst der Startschuss für das DSA-Soundtrack-Projekt war, handelt es sich hier bereits um eine runde Sache. Lediglich eine Veröffentlichung auf CD wäre schön gewesen, so muss man halt den Laptop zu seinen Rollenspielrunden mitnehmen.
Markus Goedecke


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